Leerstandsoffensive Brückenland Bayern-Böhmen

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Ergebnisbericht 2011

Sie können ihn jetzt lesen und sich informieren.

Schauen Sie im Ergebnisbericht nach wie sich die Situation in Ihrer Gemeinde darstellt, wie die Bevölkerung 2011 über die Situation aufgeklärt wurde und welche Maßnahmen ergiffen wurden um der Thematik aktiv entgegenzutreten.

Abschied aus der Oberpfalz

Nach 10 Monaten wurde das Expertenteam auf der letzten Konferenz in Eslarn verabschiedet.

Wir, das Team aus Altendorf, möchten uns bedanken!

Bei den Bürgermeistern und Vorständen der Gemeinden, Städte und Märkte für einen spannenden, außergewöhnlichen Berufseinstieg und die stetige Unterstützung während der Projektlaufzeit.

Bei den Eigentümern für ihr Vertrauen und anregende Gespräche, die für die Arbeit vor Ort sehr wichtig waren.

Bei den Interviewpartnern, die alle, egal ob Unternehmer, Wirtshausbetreiber oder Umsetzer einer Sanierung, bewiesen haben, dass es sich lohnt in dieser Region aktiv zu werden und es zu bleiben.

Für uns alle war es die erste Stelle nach dem Studienabschluss. Rückblickend wird es sicher immer eine der außergewöhnlichsten bleiben. Wir haben zusammen gearbeitet und gelebt. Die unbekannte Region und ihre Bewohner haben wir sehr schätzen gelernt.

Wir waren sehr gerne Teil des Experiments ‚Leerstandsoffensive‘! Den Gemeinden und Ihren Bewohnern wünschen wir viel Erfolg in der Fortsetzung des Projekts.

Bevor es 2012 weitergeht lesen Sie hier einen Text des Journalismusstudenten Sebastian Böhm aus Nabburg, der in seiner Studienarbeit ein positives Resümee zur Leerstandsoffensive zieht.

Bleiben Sie aktiv!

Festliche Abschlussveranstaltung

Der Name der Veranstaltung bedeutet nicht das Ende des Projekts, die Förderung einer zweiten Phase wurde von der Regierung der Oberpfalz in Aussicht gestellt.

In dem ehemaligen Schlossbauernhof in Altfalter haben sich interessierte Besucher ein Bild gemacht über die Lage ihrer Gemeinde, die positiven Eigenschaften der Region welche Unternehmer und private Sanierer betonen und vor allem über die Arbeit der Leerstandsoffensive in den vergangenen 10 Monaten. Eine Ausstellung der Arbeiten in dem ehemaligen Stallgebäude hat dazu Gelegenheit geboten.

Zum Auftakt der Präsentation im Stadel hoben Baudirektor Fröschl und Altendorfs Bürgermeister Köppl die besondere Vorgehensweise im Projekt hervor und betonten, dass innerhalb kurzer Zeit bereits gute Ergebnisse erzielt wurden. Trotzdem, so waren sich alle Projektakteure einig, muss weiter an den Projekten gearbeitet werden. Eine rein theoretische Leerstandsbelebung ist nicht das Ziel.

Der Rückblick der vier Kollegen und Mitbewohner aus Altendorf zeigte neben der Entwicklung der Konzepte einen Schwerpunkt auf der Öffentlichkeitsarbeit. Ohne das Mitziehen und die Bereitschaft seitens der Bevölkerung, der Eigentümer leerstehender Gebäude und lokaler Akteure Neues zu wagen, fehlen Umsetzer für die Konzeptideen des jungen Teams. Für einige Konzepte konnten bereits Netzwerke gespannt werden, die für eine Umsetzung erforderlich sind.

Insgesamt kann zum Projekt sowie zur Veranstaltung ein positives Resümee gezogen werden.

Ein besonderer Dank gilt den vielen Helfern aus Altfalter. Dank ihrer intensiven Unterstützung konnte die Veranstaltung an dem besonderen und thematisch passenden Ort stattfinden. Mit viel Liebe zum Detail wurde der Stadel dekoriert, geräumt und für die Veranstaltung gerüstet. Das besondere Ambiente zeigte, dass es sich lohnt die vorhandenen Pläne, beide Gebäude nach einer Sanierung als Dorfzentrum und Veranstaltungsort zu nutzen, weiterzuverfolgen!

Die Inhalte der Präsentation können Sie sich hier ansehen.

Zwischennutzung und Wiedernutzung

Auf einer Exkursion nach Leipzig hat das Team der Leerstandsoffensive Informationen zu alternativen Wiederbelebungsmöglichkeiten erhalten. Zwei Initiativen, die in Leipzig unterschiedlich das Ziel der Wiederbelebung leerstehender Gebäude und Flächen forcieren, wurden besucht:

Das Ziel „Hauserhalt durch Nutzung“ wird von HausHalten e.V. verfolgt. Dort werden Interessenten an unkonventionell nutzbaren Flächen (außerhalb der eigenen Wohnung) mit dem Überangebot an Flächen zusammengebracht. Das Ergebnis ist eine Belebung des Gebäudes eines Eigentümers durch Raumsuchende, die das Gebäude beheizen, beleben, belüften und nutzen. Dabei ist nicht das Erwirtschaften einer Miete das Ziel, sondern der Erhalt der Bausubstanz, gegen die Übernahme der Nebenkosten. Geregelt wird dies durch vom Verein - in Zusammenarbeit mit Anwälten - entwickelte Gestattungsverträge.

Ein anderes Beispiel ist selbstnutzer.de - ein Programm der Stadt Leipzig. Ziel ist die Verringerung der Abwanderung ins Umland durch die Schaffung von Wohneigentum in zentraler Lage. Dabei werden durch Beratung, Gruppenmoderation, Marketing und Netzwerkbildung Baugruppen gebildet, die gemeinsam kaufen und sanieren bzw. bauen möchten. Unterstützt werden diese Baugruppen in der Findungs- und Anfangsphase.

Konzepte brauchen Bewusstsein

Fokus auf Infrastruktur und interkommunale Zusammenarbeit

Die Zahlen stehen! Die elf Gemeinden haben aktuell 355 leerstehende Gebäude. Ändert sich hier nichts, wird sich die Zahl zusammen mit den potenziellen Leerständen in Zukunft auf 840 mehr als verdoppeln.

Die Erarbeitung der Konzepte, um dem Leerstandsthema entgegenzutreten, erfolgt in Zusammenarbeit des Teams in Altendorf, des Planungsbüros u.m.s. in Leipzig, den Bürgermeistern der Gemeinden und der LAG Brückenland Bayern-Böhmen sowie im Austausch mit der Baudirektion Oberpfalz. Inhaltlich reicht die Spanne der Konzepte von Senioren-WG über Dorfladen, Jugendtreff bis zu kulturellen Angeboten wie Leerstand als Räumlichkeit für Ausstellungen.

Auch bei der Umsetzung einzelner Konzepte ist die Masse der Leerstände in einem Jahr nicht zu bewältigen. Für weitere Erfolge ist das Bewusstsein der Bevölkerung notwendig. Hierfür ist die Weiterführung der Aufgabe Bewusstseinsbildung erforderlich.

Um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung zum Start der Leerstandsbörse stärker auf die Leerstandsthematik und das Projekt Leerstandsoffensive zu lenken, wurden zwei Farbkleckse genutzt. Das große pinke „L“, das es schon bei beiden Werkstätten zu sehen gab und von Kindern als Sitzmöbel genutzt wurde, wandert jede Woche von einer Gemeinde in die nächste. Zudem wurden in den elf Gemeinden Banner in der auffälligen Logofarbe angebracht.

Leerstandsbörse

Mit der Leerstandsbörse ist seit dem 05. September ein wichtiges Instrument der Leerstandsoffensive in die Startlöcher gegangen. Nachdem in den ersten beiden Projektphasen der Bestand an leerstehenden Objekten ermittelt und ausgewertet wurde, wird nun den Leerständen mittels der Börse eine Plattform geboten, auf der Angebot und Nachfrage zusammentreffen können. Auf diese Weise wird dem relativ unübersichtlichen regionalen Immobilienmarkt zu mehr Transparenz verholfen.

So können sowohl Immobilieneigentümer mit Veräußerungs- oder Vermietungsabsichten als auch Immobiliensuchende von der Plattform profitieren. Bei Interesse kontaktieren Sie uns!

Die Vermittlung von Anfragen erfolgt über das Team in Altendorf, so dass Ihre Kontaktdaten mit Diskretion behandelt werden.

2. Leerstandswerkstatt - 29. Juli

Bei der 2. Leerstandswerkstatt sind für die 12 Grobkonzepte viele neue Impulse entstanden.

Die 2. Leerstandswerkstatt fand in einem Leerstandsgebäude in Schönsee statt. Diese haben sich nach einer kurzen Einführung in die Konzepte, entsprechend persönlichem oder fachlichem Interesse, an die Gesprächstische zu den Konzepten verteilt. Die Ergebnisse wurden im Anschluss vor allen Teilnehmern vorgestellt und diskutiert.

Unter den Teilnehmern waren zahlreiche Personen, die Fachwissen aus den Bereichen Pflege und Betreuung, Handwerk, Jugendarbeit und Entwicklung von Dorfläden haben und darum auch persönlich zur Veranstaltung geladen waren. Das Team der Leerstandsoffensive hätte sich eine stärkere Beteiligung seitens der Bürger, vor allem der Jugend gewünscht. Die anwesenden Bürger und Jugendlichen waren jedoch sehr interessiert und konnten viele hilfreiche Hinweise beisteuern.

Das Team konnte zahlreiche Anregungen, Hinweise (auch auf mögliche Hindernisse) für die Konzepte mit nach Hause nehmen, an denen jetzt weitergearbeitet werden kann.

Bei der organisatorischen Vorbereitung wurde das Team durch die Stadt Schönsee unterstützt. Der Pascher Verein hat trotz eigener Veranstaltung am Abend Kuchen und Kaffe für die Werkstatt bereitgestellt. Vielen Dank dafür!

Leerstandsoffensive gewinnt Wettbewerb „Nachbarschaften in kleinen Städten und Kreisen“

Bei dem von der Schader Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb konnte das Projekt mit seiner Vorgehensweise überzeugen. Der Gewinn hat drei Teammitgliedern die Teilnahme an einem interdisziplinären Workshop ermöglicht, der ausschließlich für Wettbewerbsgewinner stattfand.

In dem viertägigen Sommercamp wurde an unterschiedlichen Fragestellungen gearbeitet. Der Austausch zwischen Soziologen, Kommunikationswissenschaftlern, Philosophen, Architekten, Geographen und Planern war für alle Seiten sehr lehrreich. Neue Perspektiven und Herangehensweisen aus den verschiedenen Disziplinen haben neue Wege aufgezeigt, die nun auch im eigenen Arbeitsalltag genutzt werden können.

Das Projekt Leerstandsoffensive ist aufgrund seiner besonderen Herangehensweise auf sehr viel Interesse gestoßen und wurde immer wieder thematisiert. Frau Gesine Schwan hat beispielhaft am Projekt Leerstandsoffensive erläutert, welche Disziplinen alle benötigt würden um sämtliche Seiten einer Problemlage und mögliche Lösungswege abzubilden.

1. Leerstandswerkstatt - 17. Juni

Die Veranstaltung wurde von den 4 Experten zusammen mit Jens Gerhardt von u.m.s inhaltlich vorbereitet und mit starker organisatorischer Unterstützung des Markts Winklarn und örtlicher Vereine umgesetzt.

Bei der ersten Werkstatt wurden die Analyseergebnisse vorgestellt und damit die Analysephase beendet. Fünf Bürgermeister der teilnehmenden Gemeinden haben die Situation vor Ort aus ihrer Sicht interpretiert. Danach wurden im Innenhof der ehemaligen Brauerei Thammer durch ein Losverfahren fünf Arbeitsgruppen gebildet, um dort Ideen zur Nutzung der Leerstände zu finden. Anschließend wurde je ein Gruppensprecher benannt, der die Ergebnisse vor dem Publikum erläuterte.

Die Ansätze waren sehr unterschiedlich und deckten mehrere Bereiche der Versorgung ab. Diese reichten von bereits bekannten bis zu neuen, bisher in der Region nicht umgesetzten Ideen. Sowohl in den Gesprächsrunden als auch in der Vorstellung war das Thema Förderung und Unterstützung sehr präsent. Daher waren die Mehrzahl der Ideen sehr stark auf die Umsetzung oder eine konkrete Immobilie bezogen. Anschließend zog Leitender Direktor der Baudirektion Oberpfalz Rudolf Fröschl ein Fazit zur Veranstaltung sowie zu dem bisherigen Projektfortschritt und zeigte sich begeistert über die (für Städtebauförderungsprojekte) unüblich große Öffentlichkeitswirkung. Er verwies darauf, dass ein Erfolg nicht allein vom Geld abhängt sondern auch die Kreativität sowie der Mut der Personen vor Ort gefragt ist. Zusammenarbeit und Kooperation spielen demnach eine wesentliche Rolle.

Im Anschluss wurde durch die anwesenden Bürgermeister und Herrn Fröschl die Homepage gestartet. Den Abschluss der Veranstaltung bildete die musikalische Einlage der Winklarner Blaskapelle Kunschir, die bei leckerer Bratwurst und Bier der örtlichen Brauerei genossen wurde. 

Der Dank gilt allen Helfern!

Exkursion

Leer stehende und untergenutzte Gebäude sind deutschlandweit ein brisantes Thema, speziell in ländlich geprägten Räumen wie der Oberpfalz. Um von anderen Herangehensweisen zu lernen, haben knapp 20 Akteure der Leerstandsoffensive eine Exkursion durchgeführt. Es wurden die Orte Dautphetal in Hessen sowie Herlheim und Obbach Nahe Schweinfurt besucht.

Die Gemeinde Dautphetal fördert finanziell wenn ein mind. 6 Monate leerstehendes Gebäudes neu- oder wiedergenutzt wird. Anfänglich wurde auch die Schließung von Baulücken mit 50% der Gebäudeförderung unterstützt. Aufgrund von Erfahrungen mit Maklern, die diese Förderung zum Anlass genommen haben, den Verkaufspreis entsprechend zu erhöhen, wurde dies aufgegeben. Nach den theoretischen Einführungen in die Förderrichtlinien hat die Exkursionsgruppe Familie Wege in ihrem Wohnhaus, einem ehemaligen Vollerwerbsbetrieb besucht. Die junge Familie mit zwei Kindern hat das Gebäude mit Hilfe der Förderung und in intensiver Eigenleistung in einem sehr guten Zustand wieder bewohnbar gemacht.

In Kolitzheim-Herlheim in Unterfranken stellte sich die IG-Bauernhaus vor. Diese Interessengemeinschaft setzt sich als Verein mit 150 Kontaktstellen deutschlandweit für den Erhalt alter Bausubstanzen unter Berücksichtigung moderner Wohnanforderungen ein und informiert über althergebrachte Handwerksmethoden. Diese Methoden sind für die Instandsetzung alter Gebäude sehr wichtig um bauphysikalische Vorteile zu erhalten. In den heutigen Handwerksausbildungen sind sie jedoch nicht mehr Bestandteil und sterben so nach und nach aus. Nach der Einführung durch den Geschäftsführer Wolfgang Greber konnten die Exkursionsteilnehmer das in Eigenleistung renovierte Wohngebäude von Matthias Braun (Kontaktstelle Main Steigerwald) besichtigen.

Letze Station der Exkursion war Obbach. Nach einer Einführung durch Eva Braksiek besuchte die Gruppe die Bauhütte Obbach. Dabei handelt es sich um Modellprojekt des Freistaates Bayern, das sich der Zielsetzung widmet "das historische Gesamtbauwerk fränkisches Dorf mit ortstypischen Konstruktionen und Gestaltungsmerkmalen für die Zukunft zu sichern und nachhaltig weiterzuentwickeln".

Diskussionsrunden zur Ideenfindung

In geschlossenen Diskussionsrunden mit den vier Zielgruppen

  • Gewerbetreibende
  • Jugendliche
  • Landfrauen
  • Senioren

wurden Ideen entsprechend der Alters- bzw. Interessensgruppen entwickelt. Um in die Problematik der Leerstände einzusteigen wurden zu Beginn anschaulich die Analyseergebnisse präsentiert.

In den vier Diskussionsrunden wurden einige Ideen entwickelt die es sich zu verfolgen lohnt. Nicht alle betrafen direkt die Leerstandsproblematik, sondern indirekt über Standortfaktoren wie beispielsweise die soziale Infrastruktur. 

Die entstandenen Ideen werden von dem Expertenteam in der anstehenden Konzeptphase sowie der 1. Leerstandswerkstatt aufgegriffen um sie auf Durchführbarkeit hin zu überprüfen und als Grundlage für weitere Ideen zu nutzen.

Vorstellung in allen 11 Gemeinden

Die Leerstandsoffensive betreut 11 Gemeinden der Region Brückenland Bayern-Böhmen. Damit die Bürger aller Gemeinden die Möglichkeit haben sich über das Projekt zu informieren, gab es in allen 11 Gemeinden Präsentationen. Zuerst hat das Team sich, das Projekt und alle daran beteiligten Akteure vorgestellt. Darauf folgten eine Frage- sowie eine Diskussionsrunde.

Die Veranstaltungen wurden in den Gemeinden sehr unterschiedlich angenommen. Es kamen zwischen 15 und 60 Interessierten und in den meisten Fällen auch Redakteure des Neuen Tag um über die Veranstaltung zu berichten. Die für das Expertenteam interessantesten Informationen zu Einzelobjekten wurden im Anschluss im direkten Gespräch mit einigen Besitzern gesammelt. 

Tag der offenen Tür

Nach vielen Arbeitsstunden am und im Haus kann das Gebäude in seiner Zwischennutzung als Projektbüro mit Mitarbeiter-WG präsentiert werden. Bei den Arbeiten wurde das Expertenteam tatkräftig durch den Bauhof der federführenden Gemeinde Altendorf unterstützt.

Am 10. April fand der Tag der offenen Tür statt. Damit die Nutzungsänderung auch von außen zu erkennen ist, wurde auf die hintere, der Kirche und der Gemeindekanzlei zugewandten Fassade ein großes „L“ gepinselt.

An dem Tag gab es die Möglichkeit sich die Veränderungen im Gebäude anzuschauen, Informationsmöglichkeiten zu dem Projekt Leerstandsoffensive zu nutzen, eigene Ideen anonym oder auch direkt an die Experten weitergegeben und gemütlich beisammen zu sitzen. Ein von den 11 Gemeinden gestiftetes Kuchenbuffet sorgte für das leibliche Wohl der circa 100 Besucher.

Auf der Veranstaltung wurden bereits einige Kontakte geknüpft, sowohl zu Besitzern leer stehender Gebäude, als auch zu Immobiliensuchenden.

Der Bayerische Rundfunk hat während und nach der Veranstaltung gedreht. Am Sonntag nach der Veranstaltung wurde ein 10 minütiger Beitrag in der Sendung „Schwaben & Altbayern“ gesendet.

Kommen Sie in unser Bürgerbüro

Sie sind herzlich willkommen in unserem Büro in der Alten Schulstraße 12 in Altendorf.

Öffnungszeiten

Dienstag 16 bis 18 Uhr
Donnerstag 10 bis 12 Uhr
jeden ersten So 11 bis 12 Uhr

Bewusstseinsbildung

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit stellt die öffentliche Diskussion und Meinungsbildung dar. Die Leerstandsoffensive versteht sich als Initialprojekt, welches das Thema Leerstand in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung bringen will. Um das Problem nachhaltig zu lösen, muss die Entwicklung der Problemlösungen von den Bewohnern der Region mitgetragen werden.

Anlaufstelle – Bürgerbüro

Für den Erfolg des Projektes ist ein enger Kontakt und Austausch zwischen dem Expertenteam und der ansässigen Bevölkerung von großer Bedeutung. Um den Bürgern und Bürgerinnen die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren, sich einzubringen, Ideen und Probleme mit dem Team zu besprechen, ist im Haus Bahnhofstraße 9, 92539 Schönsee ein Bürgerbüro eingerichtet.

Leerstand suchen und anbieten

Wenn Sie einen Leerstand besitzen und für eine neue Nutzung offen sind, können Sie sich gerne unverbindlich bei uns für ein Beratungsgespräch melden. Gerne tragen wir ihre Daten auf Wunsch auch in unsere Leerstandsbörse ein, sofern Sie an einer Vermietung oder einen Verkauf ihres leerstehenden Gebäudes interessiert sind.
Auch wenn Sie einen Leerstand für das Wohnen oder Arbeiten suchen, können Sie sich an uns wenden. Wir können in unserer Leerstandsdatenbank den gewünschten Leerstand für Sie ausfindig machen und ggf. den Kontakt zum Eigentümer herstellen.

Einleben, Einrichten, Einarbeiten

Bevor die Daten-, Text-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit starten konnte, galt es die Wohn- und Arbeitsräume herzurichten.

Im Erdgeschoss dienen Büro, Besprechungsraum, Bürgerbüro und Archiv den ProjektmitarbeiterInnen in Altendorf als Arbeitsräume. Nach der Ausstattung mit den notwendigen Arbeitsplätzen wurden die Räume mit Dekostücken und Farbflächen in der Logofarbe Magenta dekoriert. Die beiden oberen Geschosse werden als WG genutzt. Jeder der vier Experten hat einen Raum bezogen, daneben stehen ein großes Gemeinschaftswohnzimmer und eine Wohnküche in dem ehemaligen Leerstand zur Verfügung. Da das Gebäude einige Jahre ungenutzt war, konnten ungeahnte „Schätze“ gesichtet werden. Dazu gehört zum Beispiel eine Wandtapete mit einer Zeichnung des Münchner Marienplatz.

Nach wenigen anfänglichen Fluchtversuchen haben sich vier Hühner und der Gockel Jacob inzwischen in ihrem neuen Heim, dem vorhandenen Hühnerstall am Haus, eingelebt. Der Gockel wurde den Experten für den Projektzeitraum von einem Gemeinderatsmitglied aus Altendorf geliehen.

Regionalkonferenzen

Monatlich treffen sich Vertreter der 11 Gemeinden, der LAG Brückenland Bayern-Böhmen, des Coaching Büros u.m.s aus Leipzig und die vier Experten in einer Gemeinde um eine Regionalkonferenz zum Thema Leerstandsoffensive abzuhalten. Dabei werden die Projektfortschritte vorgestellt und offene inhaltliche sowie organisatorische Fragen geklärt.