Leerstandsoffensive Brückenland Bayern-Böhmen

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2012 - das Projekt geht weiter

Die Situation der elf Gemeinden wurde erfasst, analysiert und Konzepte entwickelt.
Das Aufgabenspektrum der Leerstandsoffensive stellt sich im Jahr 2012 etwas anders dar.
Die drei folgenden Bausteine verlaufen in der bevorstehenden Projektphase parallel.

1. Weiterführung der Projekte

Diese Aufgabe besteht in der Fortführung der in der ersten Phase entwickelten und angestoßenen Projekte. Außerdem werden jene Konzepte, die aufgrund fehlender Investoren, Betreiber oder Immobilie nicht in Angriff genommen werden konnten erneut auf eine mögliche Umsetzung geprüft.

2. Daseinsvorsorge als interkommunale Aufgabe

„Man wird nicht mehr in jeder Gemeinde alles haben können!“ sagte Herr Köppl, Bürgermeister der Gemeinde Altendorf im Interview mit dem Bayerischen Fernsehen.
Die verstärkte Zusammenarbeit der Gemeinden ist gefragt um dieser Gegebenheit bewusst entgegenzutreten und sinnvoll zu planen. 2011 haben die 11 Mitgliedsgemeinden bereits bewiesen, dass untereinander kollegial und miteinander erfolgreich sind. Dies soll in der Fortführung des Projekts intensiviert werden. Gemeinsame Anschaffungen im Gegensatz zu Einzelanschaffungen jeder Gemeinde sind dabei ebenso zu prüfen wie die gemeinschaftliche Verwirklichung von Einrichtungen der Daseinsvorsorge.

3. Bewusstseinswandel

Wie sich bereits 2011 zeigte, ist die Öffentlichkeitsarbeit ein wesentlicher Bestandteil zum Umgang mit der Leerstandssituation. Neben der Gewinnung von Projektpartnern und dem direkten Kontakt zu Leerstandsbesitzern ist die Sensibilisierung für historische Bausubstanzen im Ortskern das Ziel. Altbauten im Lebensmittelpunkt ländlicher Dörfer und Städte haben neben ihrem gestalterischen Wert oft auch eine interessante Geschichte hinsichtlich ihrer Funktion - als ehemaliges Schulhaus, Pfarrhaus, Dorfladen oder ähnlich lebendige Orte.

2011 - Projektstart

Im Jahr 2011 fand die erste, intensive Einstiegsphase in die Leerstandssituation in der Region statt. Dazu haben vor Ort vier Hochschulabsolventen verschiedener Fachrichtungen den folgenden Zeitplan, mit Fokus auf der Konzeptfindung und -initiierung gearbeitet. 

1. Bestand / Recherche

Die erste Aufgabe des Expertenteams ist die Erhebung der Leerstände in den 11 an der Leerstandsoffensive teilnehmenden Gemeinden. Die Daten werden mit Hilfe örtlicher Verwaltungsangestellter und der Bürgermeister, sowie einer Kartierung vor Ort ermittelt. Diese gewonnenen Daten werden anschließend in einer Datenbank gesammelt und ihre Verteilung in den Gemeinden als Karte jeweils veranschaulicht. Parallel dazu findet eine Untersuchung der einzelnen Gemeinden statt, bei der u.a. Siedlungsstruktur, Bevölkerungsstruktur, Infrastruktur, Wirtschaftsstruktur, soziale Struktur etc. dargestellt und miteinander verglichen werden.

2. Analyse

Sind alle leerstehenden Objekte erfasst und die Gemeindeprofile erstellt, wird eine SWOT-Analyse durchgeführt, um die Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken der jeweiligen Gemeinde bewerten zu können. In dieser Phase werden die Schwerpunkte und Zielrichtungen für mögliche Projekte und Nutzungen der Leerstände erarbeitet.

3. Konzept

Den größten Teil der Leerstandsoffensive wird die Ideenentwicklung und Konzeption von Umsetzungsprojekten in Anspruch nehmen. Es werden vorerst ortsübergreifende Grobkonzepte für den Umgang mit Wohnungs- und Gewerbeleerstand ausgearbeitet und deren Machbarkeit bewertet. In der Folge werden ausgewählte Grobkonzepte verfeinert und detailliert für die Umsetzung vorbereitet. Im weiteren Verlauf der Konzeptphase werden Modellprojekte ausgewählt, die bis zum Ende des zehnmonatigen Projektes Realisierungsreife erlangt haben sollten.